Giovanni Boccaccio
Giovanni Boccaccio wurde 1313 als unehelicher Sohn eines reichen florentinischen Kaufmanns geboren. Sein Vater schickte ihn nach Neapel, um Handel und Kirchenrecht zu lernen, doch im eleganten Leben des neapolitanischen Hofes verliebte er sich in die Literatur. 1348 raffte der Schwarze Tod in Florenz mehr als die Hälfte der Bewohner hinweg, und sein Vater starb bei einem späteren Ausbruch; diese Katastrophe bildet den Rahmen des Decameron. Als enger Freund Petrarcas und einer der ersten Bewunderer und Kommentatoren Dantes war er es, der Dantes Komödie das Wort „Göttlich“ hinzufügte. Mit Dante und Petrarca bildet er die „drei Kronen“ der italienischen Literatur.