Aristoteles
Aristoteles wurde 384 v. Chr. in Stagira in Nordgriechenland geboren, als Sohn eines Arztes des makedonischen Königs. Mit siebzehn Jahren kam er nach Athen und verbrachte zwanzig Jahre als Schüler und Lehrer in Platons Akademie. Nach Platons Tod reiste er durch Kleinasien und nach Lesbos und betrieb biologische Forschungen; dann berief ihn Philipp II. von Makedonien zum Lehrer des jungen Alexander. 335 v. Chr. kehrte er nach Athen zurück und gründete das Lykeion; weil er beim Umhergehen in dessen Wandelgängen lehrte, hieß seine Schule die peripatetische.
Aristoteles legte die Grundlagen fast aller Wissensgebiete: Logik, Metaphysik, Physik, Biologie, Ethik, Politik, Rhetorik und Poetik. Im Mittelalter nannten ihn arabische und lateinische Gelehrte einfach „den Philosophen“, und seine Werke sind bis heute eine Säule des abendländischen Denkens. Er starb 322 v. Chr. in Chalkis auf Euböa.