Kritik der praktischen Vernunft
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Einleitung
„Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir.“ Diese Worte auf Kants Grabtafel stammen aus dem Beschluss der Kritik der praktischen Vernunft. Die erste Kritik zeigte, dass die Vernunft Freiheit, Unsterblichkeit der Seele und Gott theoretisch nicht erkennen kann; die zweite zeigt, dass die Vernunft in ihrem praktischen Gebrauch, im sittlichen Handeln, sie begründen kann. Das moralische Gesetz ist ein unbedingtes Gebot, das die Vernunft sich selbst gibt, und indem wir uns seiner bewusst sind, sind wir uns unserer Freiheit bewusst. Um das höchste Gut möglich zu machen, in dem die Tugend der Glückseligkeit entspricht, müssen wir die Unsterblichkeit der Seele und das Dasein Gottes postulieren. Das Buch entfaltet Kants Moralphilosophie systematischer als die Grundlegung.