Søren Kierkegaard
Søren Kierkegaard wurde 1813 in Kopenhagen als siebtes Kind eines reichen Kaufmanns geboren, eines strengen und schwermütigen Mannes, den zeitlebens ein religiöses Schuldgefühl quälte und der ihn tief prägte. Er studierte Theologie an der Universität Kopenhagen und verlobte sich mit siebenundzwanzig mit der siebzehnjährigen Regine Olsen, löste die Verlobung aber ein Jahr später, ein Entschluss, der zur schmerzlichen Quelle seines ganzen Denkens wurde. Danach lebte er vom väterlichen Erbe und veröffentlichte in kaum mehr als einem Jahrzehnt unter verschiedenen Pseudonymen eine Fülle von Büchern, in denen er Hegels abstraktes System angriff und die Wahl und den Glauben des einzelnen Menschen vor Gott betonte. In seinen letzten Jahren erklärte er der dänischen Staatskirche offen den Krieg und warf ihr vor, das Christentum zu einer bequemen Gewohnheit gemacht zu haben. Mit zweiundvierzig brach er auf einer Kopenhagener Straße zusammen und starb bald darauf. Er gilt als Vater des Existentialismus.