Martin Luther
Martin Luther wurde 1483 in Eisleben als Sohn eines Bergwerksunternehmers geboren, der ihn zum Juristen bestimmte. 1505 wäre er bei einem Gewitter beinahe vom Blitz getroffen worden und gelobte in Todesangst der heiligen Anna, Mönch zu werden; er trat in den Augustinerorden ein. Als Bibellehrer an der Universität Wittenberg erkannte er an den Paulusbriefen, dass der Mensch nicht durch gute Werke, sondern allein durch den Glauben gerecht wird. 1517 griff er öffentlich den kirchlichen Ablasshandel an und löste die Reformation aus. Auf dem Reichstag zu Worms 1521 weigerte er sich zu widerrufen und wurde geächtet; versteckt auf der Wartburg übersetzte er das Neue Testament ins Deutsche und legte damit den Grund der neuhochdeutschen Sprache.