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Martin Luther

Die 95 Thesen und Von der Freiheit eines Christenmenschen

1517–1520 · Originaltext

Religion und SpiritualitätRenaissance

Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.

Einleitung

Am 31. Oktober 1517 sandte Luther seine 95 Thesen, lateinisch abgefasst, an den Erzbischof von Mainz und schlug sie, so die Überlieferung, an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg, um die Gelehrten zur Disputation über die Kraft der Ablässe einzuladen. „Warum baut der Papst, dessen Reichtum größer ist als der des reichsten Mannes, die Basilika des heiligen Petrus nicht lieber von seinem eigenen Geld als von dem der armen Gläubigen?“ Binnen weniger Wochen waren die Thesen in ganz Deutschland verbreitet, und die Reformation hatte begonnen. 1520 schrieb er auf Deutsch Von der Freiheit eines Christenmenschen mit dem berühmten Paradox: „Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.“ Dieser Band enthält diese beiden Schriften, die die Weltgeschichte veränderten.