Henrik Ibsen
Henrik Ibsen wurde 1828 in der Kleinstadt Skien im Süden Norwegens geboren. Sein Vater, einst ein reicher Kaufmann, ging bankrott, als Henrik acht war, und die Familie verarmte. Mit fünfzehn verließ er das Elternhaus und ging bei einem Apotheker in der Kleinstadt Grimstad in die Lehre, lernte nachts für die Hochschulreife und begann Gedichte und Dramen zu schreiben. Später war er Hausdichter und Regisseur am Theater in Bergen und leitete dann ein Theater in Christiania, dem heutigen Oslo, doch das Theater ging bankrott, und seine Stücke stießen immer wieder auf Gleichgültigkeit. Mit sechsunddreißig, tief enttäuscht von seinem Land, ging er mit seiner Familie ins Ausland und lebte siebenundzwanzig Jahre in Italien und Deutschland, wo er Stück um Stück schrieb, das Europa erschütterte: Peer Gynt, Nora oder Ein Puppenheim, Ein Volksfeind, Die Wildente. Mit dreiundsechzig kehrte er nach Norwegen zurück und wurde als Nationalheld geehrt. Man nennt ihn „den Vater des modernen Dramas“.