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Max Weber

1864–1920

Max Weber wurde 1864 in Erfurt geboren; sein Vater war nationalliberaler Politiker, seine Mutter eine fromme Protestantin, und ihre gegensätzlichen Naturen sorgten für häufigen Streit im Haus. Er studierte Jura, Nationalökonomie und Geschichte in Heidelberg, Berlin und anderswo, wurde mit dreißig Professor der Nationalökonomie in Freiburg und wechselte bald nach Heidelberg. Mit dreiunddreißig hatte er einen heftigen Streit mit seinem Vater, der kurz darauf starb; Weber erlitt danach einen schweren Nervenzusammenbruch, konnte jahrelang nicht lehren und musste seine Professur aufgeben. Genesen, wandte er sich dem Verhältnis von Religion und Wirtschaft zu, besuchte die Vereinigten Staaten und schrieb Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus; danach erforschte er China, Indien und das antike Judentum und legte die Grundlagen der Religionssoziologie. Nach dem Ersten Weltkrieg wirkte er an der Weimarer Verfassung mit und starb mit sechsundfünfzig an einer Lungenentzündung infolge der Spanischen Grippe. Er gilt als einer der Begründer der modernen Soziologie.

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