Persische Briefe
Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.
Einleitung
Zwei persische Edelleute, Usbek und Rica, verlassen Isfahan und kommen in das Paris der letzten Jahre Ludwigs XIV. und der Regentschaft, wo sie acht Jahre lang mit Freunden und Verwandten in der Heimat Briefe wechseln. In den Augen dieser Fremden erscheint alles in Frankreich seltsam und lächerlich: Der König ist ein großer Zauberer, der die Leute glauben lässt, ein Stück Papier sei Geld; der Papst ist ein noch größerer Zauberer, der sie glauben lässt, drei seien eins; die Pariser sind närrisch nach der Mode, und die Gelehrten streiten erbittert über sinnlose Fragen. Unterdessen planen die Frauen, die Usbek in seinem Serail zurückgelassen hat, einen Aufstand. Als Satire auf den französischen Absolutismus, die Kirche und die Gesellschaft aus dem Mund von Fremden erregte dieser Briefroman sofort Aufsehen und begründete die aufklärerische Tradition, das eigene Land mit den Augen des Fremden zu kritisieren.