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Georg Wilhelm Friedrich Hegel

1770–1831

Georg Wilhelm Friedrich Hegel wurde 1770 in Stuttgart als Sohn eines Beamten geboren. Im Tübinger Stift teilte er die Stube mit dem Dichter Hölderlin und dem Philosophen Schelling; gemeinsam begrüßten sie die Französische Revolution und sollen einen „Freiheitsbaum“ gepflanzt haben. Nach dem Studium war er jahrelang Hauslehrer und schon einunddreißig, als er Privatdozent in Jena wurde. 1806, als Napoleons Armee in Jena einzog, vollendete er unter Kanonendonner die Phänomenologie des Geistes, und als er den Kaiser durch die Stadt reiten sah, nannte er ihn „die Weltseele zu Pferde“. Danach war er Zeitungsredakteur und Rektor eines Gymnasiums in Nürnberg, wurde erst mit sechsundvierzig ordentlicher Professor in Heidelberg und zwei Jahre später nach Berlin berufen, wo er dreizehn Jahre auf der Höhe seines Ruhmes lehrte, mit Schülern in ganz Deutschland. Er starb 1831 an der Cholera. Seine Dialektik wirkte tief auf Marx und das ganze moderne Denken nach ihm.

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