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Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte

1837 · Originaltext

Philosophie und DenkenGeschichte19. Jahrhundert

Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.

Einleitung

„Die Weltgeschichte ist der Fortschritt im Bewusstsein der Freiheit.“ Hegel las fünfmal in Berlin über die Philosophie der Geschichte; nach seinem Tod stellten seine Schüler die Vorlesungen aus seinen Manuskripten und ihren Nachschriften zusammen. Geschichte, so Hegel, ist kein Haufen zufälliger Ereignisse, sondern die Entfaltung der Vernunft in der Welt, der Prozess, in dem der Geist seine eigene Freiheit erkennt. Der Orient wusste nur, dass einer frei ist, der Despot; Griechen und Römer wussten, dass einige frei sind; erst die germanische Welt erkannte unter dem Einfluss des Christentums, dass der Mensch als Mensch frei ist. Die Leidenschaften der Einzelnen sind die Triebkraft der Geschichte; große Männer werden unbewusst zu „Geschäftsführern des Weltgeistes“, und die „List der Vernunft“ bedient sich ihrer Leidenschaften zur Verwirklichung ihrer eigenen Zwecke. Es ist Hegels zugänglichstes Werk und die beste Einführung in sein ganzes Denken.