Grundlegung zur Metaphysik der Sitten
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Einleitung
„Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“ Dieses schmale Buch ist die Einführung in Kants Ethik und eines der einflussreichsten Werke der abendländischen Moralphilosophie. Der moralische Wert einer Handlung, so Kant, liegt nicht in ihren Folgen, sondern darin, dass sie aus Pflicht geschieht: Der Krämer, der kein Kind übervorteilt, handelt nicht moralisch, wenn er es nur seines Geschäfts wegen tut. Das oberste Prinzip der Sittlichkeit ist der kategorische Imperativ: „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ Eine andere Formel lautet: „Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person als in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck, niemals bloß als Mittel brauchst.“ Der Mensch hat Würde, weil er sich selbst das Sittengesetz geben kann: das ist Autonomie.