Die Leidenschaften der Seele
Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.
Einleitung
Es ist das letzte Werk, das Descartes zu Lebzeiten veröffentlichte, und es erwuchs aus jahrelangem Briefwechsel mit Prinzessin Elisabeth von Böhmen. Die kluge Prinzessin drängte ihn: Wenn Seele und Leib zwei völlig verschiedene Substanzen sind, wie wirken sie dann aufeinander? Und wie sollen wir unsere Gefühle lenken? Im Buch erklärt Descartes zunächst physiologisch, wie die Leidenschaften im Körper durch die „Lebensgeister“ entstehen, nennt dann sechs ursprüngliche Leidenschaften, Verwunderung, Liebe, Hass, Begierde, Freude und Traurigkeit, untersucht die vielen daraus zusammengesetzten Gefühle und schlägt schließlich vor, die Leidenschaften durch die Tugend der générosité, eine edle Selbstbeherrschung, zu lenken. Es ist der Anfang der neuzeitlichen Psychologie der Gefühle.