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Lu Xun

Applaus und Zögern

1918–1925 · Aus dem Chinesischen

Literatur20. Jahrhundert

Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.

Einleitung

Applaus und Zögern, Lu Xuns zwei Erzählbände, versammeln die fünfundzwanzig Geschichten, die er zwischen 1918 und 1925 schrieb, und legten den Grund der modernen chinesischen Erzählliteratur. Der Verrückte im „Tagebuch eines Verrückten“ liest zwischen den Zeilen der alten Bücher und findet auf jeder Seite die Worte „Menschen fressen“; Ah Q in der „Wahren Geschichte des Ah Q“ tröstet sich nach jeder Tracht Prügel mit seinen „geistigen Siegen“; Kong Yiji ist der einzige Gast im langen Gewand, der im Stehen trinkt; in „Medizin“ wird ein gedämpftes Brötchen in das Blut eines Revolutionärs getaucht; in „Die Heimat“ begrüßt Runtu, der Jugendfreund des Erzählers, einst ein Knabe mit silbernem Halsring, ihn als Mann mit einem demütigen „Herr“; und im „Neujahrsopfer“ erzählt Xianglins Frau immer wieder, wie der Wolf ihren Sohn holte. Mit kühler, genauer Feder seziert Lu Xun die Seele seines Volkes, und seine Gestalten sind bis heute ein Spiegel für die Chinesen.