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Cesare Beccaria

Von den Verbrechen und von den Strafen

1764 · Aus dem Italienischen

Politik und GesellschaftPhilosophie und DenkenAufklärung

Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.

Einleitung

Dieses kleine Buch von kaum hundert Seiten ist das bedeutendste Werk in der Geschichte der Strafrechtsreform. Vom Gesellschaftsvertrag ausgehend, legt Beccaria dar, dass die Menschen nur den kleinsten Teil ihrer Freiheit abgetreten haben, der zum Schutz der Gesellschaft nötig ist, und dass die Strafgewalt daher begrenzt ist. Er formuliert die Grundsätze des modernen Strafrechts: Nur das Gesetz kann Verbrechen und Strafen bestimmen, und Richter dürfen es nicht nach Belieben auslegen; Strafen müssen den Verbrechen angemessen sein; Zweck der Strafe ist nicht Rache, sondern den Täter von neuen Taten abzuhalten und andere abzuschrecken; und die Gewissheit der Strafe wirkt stärker als ihre Härte. Er verurteilt die Folter, die den kräftigen Verbrecher entkommen und den schwachen Unschuldigen gestehen lässt, und forderte als Erster systematisch die Abschaffung der Todesstrafe. Nach seinem Erscheinen reformierten viele europäische Staaten ihr Strafrecht nach seinem Vorbild.