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Johann Wolfgang von Goethe

Faust. Der Tragödie erster Teil

1808 · Originaltext

LiteraturPhilosophie und Denken19. Jahrhundert

Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.

Einleitung

Der alte Gelehrte Faust hat Philosophie, Juristerei und Medizin und leider auch Theologie durchaus studiert und steht nun da, „ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor“; verzweifelt denkt er an Selbstmord. Mephistopheles wettet mit dem Herrn, er könne Faust auf seine Straße führen. Er tritt vor Faust, und sie schließen einen Pakt: Der Teufel will Faust auf Erden dienen und all seine Wünsche erfüllen; sagt Faust aber je zum Augenblicke: „Verweile doch! du bist so schön!“, so gehört seine Seele dem Teufel. Faust trinkt einen Zaubertrank, wird wieder jung und verliebt sich in das unschuldige Gretchen. Doch diese Liebe bringt ihr den Untergang: Mutter, Bruder und Kind sterben nacheinander, und sie wird in den Kerker geworfen. Der erste Teil endet damit, dass Faust sie im Kerker zur Flucht drängt und sie sich weigert und ihre Seele Gott anbefiehlt. Es ist der Gipfel der deutschen Literatur.