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Kamo no Chōmei

Aufzeichnungen aus meiner Hütte

1212 · Aus dem Japanischen

LiteraturPhilosophie und DenkenMittelalter

Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.

Einleitung

„Der Fluss strömt unaufhörlich, und doch ist es nie dasselbe Wasser. Schaum treibt auf den stillen Stellen, bald vergehend, bald sich bildend, nie lange bleibend. So ist es mit den Menschen dieser Welt und ihren Wohnstätten.“ Die Aufzeichnungen aus meiner Hütte umfassen nur wenige Seiten, doch ihr Anfang ist eine der berühmtesten Stellen der japanischen Literatur. Chōmei hatte mit eigenen Augen den großen Brand von Kyōto, einen Wirbelsturm, die Verlegung der Hauptstadt, Hungersnot und ein großes Erdbeben gesehen und die Vergänglichkeit aller Dinge erfahren; so gab er alles auf und baute sich in den Hügeln von Hino eine Hütte von zehn Fuß im Geviert, wo er allein lebte, Sutren las, die Laute spielte, Blumen und Früchte sammelte und mit einem Jungen aus den Bergen Freundschaft schloss, und er beschreibt die Freuden dieses einfachen Lebens. Am Ende wendet er sich gegen sich selbst: Ist nicht auch das Hängen an der Stille seiner Hütte ein Anhaften?