Dom Casmurro
Demnächst Die Übersetzung dieses Werkes ist in Vorbereitung und erscheint demnächst in der Bibliothek.
Einleitung
Ein einsamer, wortkarger alter Mann, den die Nachbarn spöttisch „Dom Casmurro“ nennen, beschließt, sein Leben aufzuschreiben, „die beiden Enden des Lebens zusammenzuknüpfen“. Er heißt Bento; als Junge wuchs er mit Capitu, dem Nachbarsmädchen, auf, und die beiden versprachen sich heimlich einander. Seine Mutter hatte gelobt, er werde Priester, und er kam ins Priesterseminar, dem er dank Capitus geschickter Pläne endlich entkam, und sie heirateten. Capitu hat „schräge, verstellte Zigeunerinnenaugen“, die einen mitreißen wie die Wellen der steigenden Flut. Nach der Geburt ihres Sohnes glaubt Bento zu sehen, dass der Junge seinem besten Freund Escobar immer ähnlicher wird. Escobar ertrinkt, und als Bento beim Begräbnis sieht, wie Capitu den Toten anblickt, wird sein Verdacht zur Gewissheit. Am Ende trennt er sich von Frau und Sohn und verbringt seine restlichen Tage allein. Doch hat Capitu ihn betrogen? Die Geschichte wird ganz von einem eifersüchtigen Erzähler erzählt, und die Wahrheit bleibt offen. Der Roman ist unter brasilianischen Lesern bis heute Gegenstand endloser Debatten.